Cycling For Children

Die Idee

Mein Wunsch war es, mich im sozialen Bereich nützlich zu machen in einem armen Land. So versuchte ich Stellen bei etablierten Hilfswerken zu bekommen, wobei ich lediglich vertröstet und mit Einzahlungsscheinen abgefüllt wurde. Ich war enttäuscht und so entschloss ich mich, per Velo nach Peking zu fahren, wobei ich zuerst keine humanitären Gedanken im Hinterkopf hatte. Diese Tour würde ich für mich machen, denn Velofahren war schon immer meine Leidenschaft. Dies wusste ich schon von vorhergehenden Touren. Das Organisieren der Tour nahm mich sehr in Anspruch und zeitweise glaubte ich schon nicht mehr daran, dass meine Tour überhaupt noch möglich sei. Stets tauchten neue Hindernisse und Faktoren auf, die es zu überwinden galt. Als ich alles mehr oder weniger auf die Reihe gekriegt hatte, kam mir eine Idee, die sich optimal mit meiner Reise verbinden lassen würde. Ich entschied mich, mein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, wenn mir niemand eine Chance geben wollte: „12'000 km für Kinder“ war von nun an mein Motto und Cycling For Children war geboren. Mein Ausflug nach Peking wäre nicht mehr nur eine Reise, sondern von nun an auch eine Sponsorenfahrt: Die erste Tour im Rahmen von Cycling 4 Children stellte sich als Erfolg heraus und bestätigte meine Absicht, weitere Touren zu unternehmen.

Die zweite Tour unter diesem Motto fand im Jahre 2006 statt und führte mich durch Nahost und Osteuropa. Dieses Unterfangen verlangte mehr Flexibilität und Verständnis von mir, da die Reisedestinationen zum Teil politisch und sozial sehr virulent waren. Oftmals waren gewünschte Routen nicht möglich wegen Krieg, Strassensperren, Grenzen oder Willkür. Ich konnte meinem Grundsatz nicht treu werden, jeweils die durch das Projekt unterstützten SOS-Kinderdörfer zu besuchen. Dies aufgrund der denkwürdigen Lage im Gazastreifen, wo sich das zweite SOS-Kinderdorf befindet, das bei der "Tour Arabia" unterstützt wurde. Dieses Manko möchte ich aber unbedingt bereinigen und die Kinder im Gazastreifen kennen lernen.

Ich sammle Sponsorengelder, um sie dann zu den entsprechenden Kinderdörfern zu bringen. Dabei verschiebe ich das Geld, sozusagen aktiv, vom Westen in die dritte Welt. Unterwegs sammle ich kein Geld, ausser ich treffe auf Touristen, denen ich meine Idee unterbreiten kann. Doch zu Hause fand ich viele Sponsorinnen und Sponsoren, die mich moralisch und mein Projekt finanziell unterstützten. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für das Engagement bedanken.