Frequently Asked Questions

Wieso Cycling 4 Children?
Mir schon lange klar, dass ich mich im humanitären Bereich engagieren möchte. Mit C4C ist es mir möglich, zwei Dinge optimal miteinander zu verbinden: Einerseits kann ich durch die Welt pedalen, alles bestaunen, Leute und Landschaften kennen lernen; andererseits kann ich gleichzeitig noch Kinder unterstützen, die Hilfe bitter nötig haben. Diese Verknüpfung ist für mich perfekt und ich möchte dieses Projekt so lange wie nur möglich am Leben erhalten.

Wieso SOS-Kinderdörfer?
Als ich den Einfall hatte, eine Institution mit meiner Sponsorenfahrt zu unterstützen, kam mir das SOS-Kinderdorf spontan in den Sinn. Ich erachte es als sinnvoll, diese Organisation zu wählen, denn Kinder sind die Zukunft und es ist einem Land und somit uns allen nicht gedient, wenn sie nicht in einem sicheren Umfeld aufwachsen können. SOS-Kinderdörfer schaffen einen Platz für Halb- und Vollwaisen, wo sich die Kinder wohl fühlen können, wo sie medizinisch versorgt werden und eine Schulbildung erhalten.

Wieso mit dem Velo?
Das Velo erlaubt ein schönes Gleichnis fürs Leben. In der Vorwärtsbewegung finde ich die Balance, ich kann links und rechts schauen, denn die Dinge ziehen nur so schnell an mir vorbei, wie ich selber pedalen kann. Stets habe ich die Möglichkeit anzuhalten, wenn es doch zu schnell gegangen ist, wenn ich etwas anschauen oder mit jemandem sprechen möchte oder wenn ich eine Pause nötig habe. Ich bekomme das zurück, was ich gebe und manchmal sogar ein bisschen mehr. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, die Strassen der Welt unter die Räder zu nehmen und zu wissen, dass man erstens alles dabei hat und es zweitens auch selber transportiert.
Mit dem Fahrrad kann ich die Welt selber und im doppelten Sinne erfahren. Ich erlebe die Landschaften und die Witterung am eigenen Leib; deshalb bin umso glücklicher, wenn ich am Ziel ankomme. Auch wenn der Weg anstrengend sein kann, ist es genau das, was das Reisen per Velo ausmacht. Die Tatsache, dass sportliche Leistungen auf der ganzen Welt respektiert werden kommt mir als Velofahrer zu Gute. Ich geniesse so einen speziellen Bonus, den ich mir aber auch entsprechend erarbeiten muss.
Unterwegs erlebe ich alle kleinen Tritte bis zum Ziel und obwohl es länger dauert als beispielsweise per Bus oder Zug, bevorzuge ich diese Variante. Der Weg ist das Spannende und das Interessante.


Wieso alleine?
Das Reisen alleine birgt für mich viele Vorteile und ich bin überzeugt, dass es für mich das Richtige ist. Zum einen kann ich so frei entscheiden, wohin ich wann will, wann ich eine Pause benötige oder eben weiter fahren möchte. Ich muss so auf niemanden Rücksicht nehmen und kann schnell reagieren. Ich bin so ganz nahe bei mir und mache Erfahrungen, die nur unter solchen Umständen möglich sind. Zu zweit konzentriert man sich eher auf einander und isoliert sich eher oder schiebt den Partner vor. Diese Möglichkeiten bieten sich bei mir als Einzelreisender nicht, doch empfinde ich dies nicht als unangenehm; ganz im Gegenteil. Ich muss mich stets selber um alles kümmern und muss immer die Initiative ergreifen, wenn ich etwas haben oder tun möchte. Dies fordert mich mehr, auf der anderen Seite erlebe ich die Länder und die Menschen hautnah und das ist genau, was mich interessiert.
Natürlich kann ich meine schönen Momente mit niemandem teilen, wenn ich zurückkehre. Aber ich kann allen meine Geschichten erzählen.
hlen.